Zusatzinformationen zur Raucherentwöhnung mit Hypnose

Bei der Raucherentwöhnung in Hypnose wird mit dem Raucher in einem ersten Teil der Behandlung das Umfeld, die medizinische Vergangenheit und die Eignung für eine entsprechende Hypnose-Intervention abgeklärt. Dabei wird auch auf Fragen des Klienten und allfällige Ängste eingegangen (Hypnose ist in der Gesellschaft häufig mit Skepsis verbunden, da unseriöse Bühnenhypnosen ein völlig falsches Bild des Werkzeuges 'Hypnose' hinterlassen haben) und auf eine Auffälligkeit von habituellen oder sypmtomatischen Mustern geachtet.

Dem Klienten wird dabei auch aufgezeigt, dass eine Begleitung zur Rauchabstinenz für den Klienten keine passive Tätigkeit darstellt, sondern der Wille und die Energie für die Veränderung vom Klienten aufgebracht werden muss. Dabei wird auch eine häufige erlebte 'machen Sie mir das Rauchen weg' - Haltung klargestellt: Der Hypnocoach begleitet und unterstützt den Klienten bei dessen eigenem und ganz persönlichen Entwöhnungsprozess, aber die Veranwortung für das Aufhören ist und bleibt beim Klienten. Trotz dieser klar und gelegentlich ernüchternden Tatsachennennung darf sicher auch erwähnt werden, dass dennoch grosse Veränderungen in wenigen Sitzungen erreichbar sind.

Gerade diese erstaunliche Geschwindigkeit der Veränderung gilt es auch näher zu betrachten: Wenn nun ein Klient von 20 Zigaretten pro Tag innert 2 Stunden auf 0 schaltet, hat das für den Körper unterschiedliche Auswirkungen:

Nebst der körperlichen Effekte spielen beim Rauchstopp auch psychologische und psychosoziale Faktoren eine grosse Rolle. Niemand beginnt mit dem Rauchen weil es so gut schmeckt -- auch niemand hat das Problem mit Rauchen aufzuhören (denn am Ende jeder Zigarrette hört man mit dem Rauchen auf, zumindest bis zur Nächsten). Der Veränderungsprozess besteht darin, nicht wieder anzufangen. Dabei gilt zu beachten, dass der Entscheid für einen Rauchstopp häufig in einer Situation von Stabilität und Selbstbestimmung erfolgt. Wenn sich nun das Umfeld verändert (Stress am Arbeitsplatz, Beziehungsprobleme, aufkommende Ängste, Einsamkeit, lange Weile), rückt dadurch auch häufg der Auslöser des Rauchens wieder in gefährliche Nähe. Damit sprechen wir von der Nachhaltigkeit einer Raucherentwöhnung. Diese ist schwer in Zahlen zu fassen, da meistens die Rückfälle kommuniziert werden und nicht die Erfolge. Es ist aber unumstritten, dass die Nachhaltigkeit einer Raucherentwöhnung durch ein paralleles Coaching oder eine gleichzeitig einhergehende psychologische Beratung massiv verbessert wird. Denn eines ist man sich in der Fachwelt einig: Rauchen ist ein Symptom. Und zur Symptomausschaltungen existieren anerkannte Wege (wie z. B. Raucherentwöhnung in Hypnose). Das Ergebnis ist dann aber Symptomfreiheit und nicht (wie manchmal erwartet) Problemfreiheit. Mit anderen Worten: Eine Raucheretwöhnung löst nicht gleichzeitig allfällige tiefere Probleme, welche sich durch das Rauchen manifestieren.

 

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