Nachweis und Forschung im Bereich Massage
Die Steigerung der Durchblutung und das Lymphflusses sind die wohl am besten untersuchten Effekte der Massage.
- Földi beschrieb bereits 1978, dass Massage in der Lage ist, Blutkapillaren zu öffnen, die vorher geschlossen waren. Dies bewirkt eine Vergrösserung der Kapilleroberfläche und gesteigerte Durchblutung.
- In einer weiteren Untersuchung wurde festgestellt, dass durch Massage bei bestehendem Lymphödem eine Steigerung des Harnvolumens um das Drei- bis Vierfache möglich ist. (Kurz et. al., 1978)
Ein weiterer Bereich ist das Gebiet der Schmerzwahrnehmung.
- Bei Patienten, die an Tumorschmerzen litten, zeigte sich, dass diese durch Massage zumindest für eine kurze Zeit reduziert werden konnten. (Weinrich und Weinrich, 1990)
- Bei Frauen mit chronischen Spannungskopfschmerzen konnte nach mehreren Massagesitzungen sowohl die Schmerzintensität als auch die Schmerzhäufigkeit vermindert werden. (Puustjarvi et al., 1990)
- Eine Studie an Gesunden ergab, dass Massage die Schmerzschwelle bei den behandelten Menschen erhöht. (Carreck, 1994)
Tiffany Field führte eine Reihe von Untersuchungen durch, die sich mit den psychologischen Wirkungen der Massage bei Kindern und Erwachsenen mit verschiedenen Krankheitsbildern beschäftigten. Dabei beobachten sie folgendes:
- Massage wirkt angstlösend und entspannend und wird daher als begleitende Therapie bei mit Anstsymptomatik einhergehenden psychischen Erkrankungen wie Depression und Demenz eingesetzt. (Kim und Buschmann, 1999; Moller, 1994; Field, 1992).
- Im Anschluss an die Massage sinken die Speichelspiegel von Stresshormonen wie Kortisol und Adrenalin. In der gleichen Studie konnten auch EEG Veränderungen beobachtet werden: Die Probanden, die eine 15 minütige Massage erhalten hatten, zeigten eine deutlich verminderte Alpha- und Beta Akitivität im Vergleich zu Probanden, die sich 15 Minuten im Massagestuhl ausgeruht hatten, ohne eine Massage zu erhalten. (Field et al., 1996)
- Bei Kindern mit Asthma bronchiale wurde beobachtet, dass nach einer Massage sowohl der Grad der Angst als auch die Kortisonspiegel sanken und sich die Lungenfunkionsparameter verbesserten. (Field, 2000)